Pressemeldungen

Montag, der 22. März 2021
LDC, Novo Nordisk und Universitätsklinikum Heidelberg kooperieren im Bereich Kardiologie
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LDC, Novo Nordisk und Universitätsklinikum Heidelberg kooperieren im Bereich Kardiologie

Dortmund, Deutschland – 22. März 2021 – Die Lead Discovery Center GmbH (LDC), Novo Nordisk und das Universitätsklinikum Heidelberg starten eine Kollaboration, um eine neue Therapie gegen Herzinsuffizienz zu entwickeln.

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Die kardiale Ca2+/Calmodulin-abhängige Kinase II (CaMKII) spielt eine zentrale Rolle bei maladaptiven Prozessen im erkrankten Herzen. Die Partner wollen mit Hilfe einer innovativen Strategie eine neue Klasse von CaMKII-Modulatoren entwickeln, die unerwünschte Effekte von CaMKII blockieren und gleichzeitig deren physiologische Funktion erhalten.

Dieser neue Ansatz wurde von Prof. Johannes Backs und seinem Team am Universitätsklinikum Heidelberg entdeckt, validiert und zusammen mit dem LDC weiterentwickelt. In der ersten Projektphase wurde die Forschung von Prof. Johannes Backs vom Deutschen Zentrum für HerzKreislauf-Forschung (DZHK) durch ein Programm gefördert, das die Übertragung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung unterstützt. Im Zuge ihrer Zusammenarbeit ist es den Partnern gelungen, eine Reihe vielversprechender Hitsubstanzen zu identifizieren.

„Wir freuen uns sehr, mit dem exzellenten Team von Prof. Johannes Backs weiterzuarbeiten und begrüßen Novo Nordisk in der zweiten Phase unserer Kooperation, in der wir uns auf die Weiterentwicklung unserer Hits zu Leitstrukturen konzentrieren. Wir schätzen die frühe Einbindung, durch die Novo Nordisk den Projektfortschritt mit wertvollem Input steuern kann“, sagt Bert Klebl, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des LDC.

„Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten und tödlichsten Diagnosen im Krankenhaus – und trotz therapeutischer Fortschritte sehen wir immer noch sehr hohe Morbidität und Mortalität“, ergänzt Prof. Johannes Backs. „Unser Ansatz hat gute Aussichten, eine neue, wirksame und sichere Behandlungsmöglichkeit zu bieten. Wir sind begeistert, mit dem LDC und Novo Nordisk zusammenzuarbeiten, um das Projekt weiter in Richtung Anwendung voranzubringen.”

„Diese Kooperation ermöglicht, die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschung nutzen zu können, die das Potenzial von CaMKII als therapeutische Zielstruktur bei Herzinsuffizienz belegen. Es ist eine einzigartige Chance, Teil einer Kooperation zu werden, die über tiefes biologisches Verständnis und hervorragende technische Fähigkeiten verfügt, um neue Behandlungen für Patienten mit Herzinsuffizienz zu entwickeln. Sie unterstützt auch das Ziel von Novo Nordisk, wirksame Behandlungen für Patienten anzubieten, die unter dieser Krankheit leiden“, sagt Karin Conde-Knape, SVP Global Drug Discovery bei Novo Nordisk.

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Über das LDC
Die Lead Discovery Center GmbH wurde 2008 von der Technologietransfer-Organisation Max-PlanckInnovation gegründet, um das Potenzial exzellenter Grundlagenforschung für die Entwicklung neuer, dringend benötigter Medikamente besser zu nutzen. Das Lead Discovery Center nimmt vielversprechende Projekte aus der akademischen Forschung auf und entwickelt sie typischerweise weiter bis zu pharmazeutischen Leitstrukturen (Proof-of-Concept in Modellsystemen). In enger Zusammenarbeit mit führenden Partnern aus der akademischen Forschung und Industrie entwickelt das Lead Discovery Center ein umfangreiches Portfolio an Projekten im Bereich niedermolekularer Wirkstoffe sowie therapeutische Antikörper mit außergewöhnlich hohem medizinischem und kommerziellem Potenzial.
Das Lead Discovery Center arbeitet weltweit mit Partnern wie AstraZeneca, Bayer, Boehringer Ingelheim, Daiichi Sankyo, Johnson & Johnson Innovation, Merck KGaA, Qurient, Roche, Sotio, verschiedenen Investoren sowie führenden akademischen Drug Discovery Zentren zusammen und unterhält eine enge Partnerschaft mit der Max-Planck-Gesellschaft und dem Technologietransfer Fonds KHAN-I.
Weitere Informationen: www.lead-discovery.de

Montag, der 22. März 2021
LDC und Cumulus Oncology starten strategische Zusammenarbeit
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LDC und Cumulus Oncology starten strategische Zusammenarbeit

Dortmund, Deutschland, und Edinburgh, Schottland, 22. März 2021 – Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) und Cumulus Oncology haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam die Entdeckung und Entwicklung neuer Krebstherapien zu beschleunigen.

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Die Zusammenarbeit baut auf der komplementären Expertise beider Partner auf: Das LDC bringt seine beeindruckende Erfolgsbilanz bei der Entwicklung von Wirkstoffen ein und zudem sein Team, das über die nötigen Kompetenzen verfügt, um neue Wirkstoffe für verschiedene onkologische Targets zu entwickeln. Cumulus Oncology steuert ein Team erfolgreicher Life-Science-Gründer bei, die schon zahlreiche onkologische Projekte in die Anwendung überführt haben, außerdem wissenschaftliche Experten, Onkologen und Spezialisten aus dem Pharmasektor.

Die Kooperation beruht auf ausgewogenen Beiträgen beider Seiten und der gemeinsamen Motivation, ein wachsendes Portfolio an Wirkstoffen aufzubauen, das Small Molecules und Biologics mit außergewöhnlichem medizinischem und kommerziellem Potenzial umfasst. Jeder Partner steuert Targets und Bausteine der Wertschöpfungskette im Bereich der Onkologie bei, um sie gemeinsam zu entwickeln und möglicherweise neue Unternehmen zu gründen. Die Partnerschaft wird auch den Zugang beider Seiten zu Finanzierungs- und Kooperationspartnern in aller Welt erweitern.

„Ich bin sicher, dass es uns zusammen mit Cumulus Oncology gelingen wird, innovative Ansätze zur Krebstherapie aus unserem akademischen Netzwerk zu nutzen und diese von einem frühen Forschungsstadium in echte Innovationen in der Krebsforschung und -therapie zu übertragen“, meint Bert Klebl, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des LDC. „Diese strategische Partnerschaft mit einem der führenden Drug Discovery Zentren Europas ist eine großartige Chance für Cumulus Oncology, unsere Pipeline an innovativen Krebswirkstoffen weiter auszubauen“, sagt Alan Wise, Aufsichtsratsvorsitzender von Cumulus Oncology.

„Wir freuen uns sehr, mit unseren Kollegen am LDC zusammenzuarbeiten zum gegenseitigen Nutzen unserer beiden Organisationen und letztlich zum Wohle der Krebsforschung und der Patienten, die mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sind“, ergänzt Clare Wareing, Gründerin und Geschäftsführerin von Cumulus Oncology.

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Über Cumulus Oncology
Die 2017 gegründete Cumulus Oncology greift neue Ansätze zur Krebstherapie von akademischen Einrichtungen, kommerziellen Drug Discovery Gruppen und biopharmazeutischen Firmen auf. Das Unternehmen identifiziert auch neue Zielstrukturen für Wirkstoffentwicklungsprogramme, die es unterstützt. Ausgewählte Wirkstoffe werden in neue Unternehmen ausgegliedert, sofern sie eine strenge Due Diligence, Marktbewertung, Verhandlung der Konditionen und eine eingehende Machbarkeitsprüfung des Investitionsvorhabens bestehen. Diese neuen Unternehmen werden von Cumulus betreut, bis ein entscheidender Sprung in der Wertschöpfung erzielt ist. Cumulus sorgt über sein Netzwerk an Risikokapitalgebern auch für die weitere Finanzierung der Neugründungen. Das Gründungsteam umfasst erfolgreiche Life-Science-Gründer, Onkologen, Wissenschaftler und andere Experten aus der onkologischen Arzneimittelentwicklung und dem Pharmasektor. Der Fokus liegt auf Small Molecules und Biologics, die bekannte oder neue Signalwege bei Krebserkrankungen adressieren und für die es eine klare Entwicklungsstrategie bis hin zur klinischen Prüfung gibt. Weitere Informationen: www.cumulusoncology.com

Über das Lead Discovery Center
Die Lead Discovery Center GmbH wurde 2008 von der Technologietransfer-Organisation Max-Planck-Innovation gegründet, um das Potenzial exzellenter Grundlagenforschung für die Entwicklung neuer, dringend benötigter Medikamente besser zu nutzen. Das Lead Discovery Center nimmt vielversprechende Projekte aus der akademischen Forschung auf und entwickelt sie typischerweise weiter bis zu pharmazeutischen Leitstrukturen (Proof-ofConcept in Modellsystemen). In enger Zusammenarbeit mit führenden Partnern aus der akademischen Forschung und Industrie entwickelt das Lead Discovery Center ein umfangreiches Portfolio an Projekten im Bereich niedermolekularer Wirkstoffe sowie therapeutische Antikörper mit außergewöhnlich hohem medizinischem und kommerziellem Potenzial.

Das Lead Discovery Center arbeitet weltweit mit Partnern wie AstraZeneca, Bayer, Boehringer Ingelheim, Daiichi Sankyo, Johnson & Johnson Innovation, Merck KGaA, Qurient, Roche, verschiedenen Investoren sowie führenden akademischen Drug Discovery Zentren zusammen und unterhält eine enge Partnerschaft mit der Max-Planck-Gesellschaft und dem Technologietransfer Fonds KHAN-I. Weitere Informationen: www.lead-discovery.de

Mittwoch, der 27. Januar 2021
Erste Behandlung mit neuem Krebsimmuntherapeutikum Q702 im Rahmen einer Phase-1-Studie
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Erste Behandlung mit neuem Krebsimmuntherapeutikum Q702 im Rahmen einer Phase-1-Studie

Dortmund, 27. Januar 2021 – Der langjährige strategische Partner des LDC
und koreanische Onkologie-Spezialist Qurient hat im Rahmen einer Phase-1-
Studie die erste Behandlung mit Q702 begonnen.

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Die Studie umfasst Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren an mehreren Kliniken in den USA. Q702 ist ein dreifacher Kinase-Inhibitor gegen Axl, Mer und CSF1R, der oral verabreicht werden kann. Er wurde am Max-Planck-Institut für Biochemie entdeckt und zunächst am LDC weiterentwickelt, bis er für weitere Optimierungen und die präklinische und klinische Entwicklung an Qurient lizenziert wurde. Der Wirkstoff stärkt Immunzellen in der Mikroumgebung des Tumors und erhöht die Sichtbarkeit der Tumorzellen für das Immunsystem. Damit könnte er neue Chancen für Patienten bieten, die auf verfügbare Therapien nicht ansprechen.

Die originalen Pressemitteilungen finden Sie hier:

Pressemeldung von Qurient vom 26. Januar 2021 (nur in englischer Sprache verfügbar)
Pressemeldung von Qurient und LDC zur IND-Zulassung, Mai 2020 (nur in englischer Sprache verfügbar)

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Über Qurient
Qurient ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das an der koreanischen Börse notiert ist (KRX 115180). Mit Hilfe einer virtuellen R&D Projektmanagement-Plattform entwickelt Qurient neue Therapeutika von der Entdeckung bis zum Proof-of-Concept beim Menschen. Qurient hat aktuell drei Programme in der klinischen Entwicklung: Q301, ein topischer Leukotrien-Inhibitor zur Behandlung atopischer Dermatitis (Phase 2b abgeschlossen); Telacebec (Q203), ein innovativer, oral verfügbarer Cytochrom-bc1-Inhibitor zur Behandlung von Tuberkulose (Phase 2 abgeschlossen); und Q702 (zur Phase 1/2 zugelassen durch die FDA). Qurient hat kürzlich Q901, einen selektiven CDK7-Inhibitor, als präklinischen Kandidaten für solide Tumore nominiert. Start der klinischen Prüfungen ist voraussichtlich 2021.
Weitere Informationen: www.qurient.com

Über Lead Discovery Center GmbH
Die Lead Discovery Center GmbH wurde 2008 von der Technologietransfer-Organisation Max-PlanckInnovation gegründet, um das Potenzial exzellenter Grundlagenforschung für die Entwicklung neuer, dringend benötigter Medikamente besser zu nutzen. Das Lead Discovery Center nimmt vielversprechende Projekte aus der akademischen Forschung auf und entwickelt sie typischerweise weiter bis zupharmazeutischen Leitstrukturen („Proof-of-Concept“) in Modellsystemen. In enger Zusammenarbeit mit führenden Partnern aus der akademischen Forschung und der Industrie entwickelt das Lead Discovery Center ein umfangreiches Portfolio an Projekten im Bereich niedermolekularer Wirkstoffe sowie therapeutische Antikörper mit außergewöhnlich hohem medizinischem und kommerziellem Potenzial. Das Lead Discovery Center ist der Max-Planck-Gesellschaft langfristig verbunden und arbeitet mit Partnern wie AstraZeneca, Bayer, Boehringer Ingelheim, Daiichi Sankyo, Johnson & Johnson Innovation, Merck KGaA, Qurient, Roche, verschiedenen Investoren sowie mit führenden Zentren für Wirkstoffforschung weltweit zusammen.
Weitere Informationen: www.lead-discovery.de

Über Max-Planck-Innovation
Als Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft ist Max-Planck-Innovation das Bindeglied zwischen Industrie und Grundlagenforschung. Mit unserem interdisziplinären Team beraten und unterstützen wir die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Max-Planck-Institute bei der Bewertung von Erfindungen, der Anmeldung von Patenten sowie der Gründung von Unternehmen. Der Industrie bieten wir einen zentralen Zugang zu den Innovationen der Max-Planck-Institute. Damit erfüllen wir eine wichtige Aufgabe: Den Transfer von Ergebnissen der Grundlagenforschung in wirtschaftlich und gesellschaftlich nützliche Produkte.
Weitere Informationen: www.max-planck-innovation.de

Donnerstag, der 12. September 2019
Investitionsplan für Europa – Erfolgreicher Start des Technologietransfer-Fonds “KHAN-I”
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Investitionsplan für Europa – Erfolgreicher Start des Technologietransfer-Fonds “KHAN-I”

Die Khanu Management GmbH (Khanu) gibt den erfolgreichen Start der KHAN Technology Transfer Fund I GmbH & Co KG (KHAN-I) mit Sitz in Dortmund bekannt. Khanu ist ein Fonds-Managementteam, das sich auf Drug Discovery Projekte fokussiert.
Der Europäische Investitionsfonds (EIF, Luxemburg), die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws, Wien) und die Max-Planck-Förderstiftung (MPF, München) haben in der ersten Runde insgesamt € 60 Mio. für KHAN-I zur Finanzierung früher Wirkstoffforschungsprojekte über einen Zeitraum von fünf plus zwei Jahren zugesagt. Das Fonds-Managementteam von Khanu wird einen Minderheitsanteil investieren.

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Dortmund, September 12 2019  – Die Khanu Management GmbH (Khanu) gibt den erfolgreichen Start der KHAN Technology Transfer Fund I GmbH & Co KG (KHAN-I) mit Sitz in Dortmund bekannt. Khanu ist ein Fonds-Managementteam, das sich auf Drug Discovery Projekte fokussiert.

Der Europäische Investitionsfonds (EIF, Luxemburg), die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws, Wien) und die Max-Planck-Förderstiftung (MPF, München) haben in der ersten Runde insgesamt € 60 Mio. für KHAN-I zur Finanzierung früher Wirkstoffforschungsprojekte über einen Zeitraum von fünf plus zwei Jahren zugesagt. Das Fonds-Managementteam von Khanu wird einen Minderheitsanteil investieren.Der EIF wird bis zu € 30 Mio. über das Programm „InnovFin Equity Facility for Early Stage (IFE)” beisteuern, das integraler Teil der europäischen Wachstumsinitiative ist. Das InnovFin-Programm wird vom Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) des Juncker Plans unterstützt.

Die Wirkstoffforschungsprojekte stammen in erster Linie aus der akademischen Forschung in Deutschland und Österreich. Der Schwerpunkt wird auf innovativen Therapien liegen, für die ein besonders hoher Bedarf besteht.  KHAN-I wird entweder in Vorhaben investieren, für die ein Kooperationsabkommen besteht, oder in Start-ups. Die Lead Discovery Center GmbH (LDC, Dortmund) kann Leistungen aus dem Bereich Wirkstoffforschung beisteuern, um frühe Projekte weiterzuentwickeln. Das LDC ist ein professioneller Wirkstoffforschungs- und Translationsinkubator, der von der Max-Planck-Innovation GmbH gegründet wurde und eine beachtliche Erfolgsbilanz vorzuweisen hat (www.lead-discovery.de).

Um die Umsetzung von Life-Science-Projekten in Österreich zu fördern, hat KHAN-I in Wien die wings4innovation GmbH (w4i) gegründet. Sie soll für KHAN-I und Khanu vielversprechende Wirkstoffprojekte identifizieren und voranbringen. Die Partnerschaft wird von der aws unterstützt und mit Mitteln des österreichischen Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) sowie der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (NFTE) gefördert.

KHAN-I hat zudem ein Ko-Investitionsabkommen mit der Max-Planck-Gesellschaft e.V. (MPG) unterzeichnet. Demnach stellt Deutschlands größte Grundlagenforschungsorganisation weitere € 18 Mio. an Ko-Finanzierung für Projekte bereit, die aus der exzellenten biomedizinischen Grundlagenforschung an Max-Planck-Instituten hervorgehen.

„Mit KHAN-I haben wir ein einzigartiges und leistungsstarkes Instrument für die Translation geschaffen, das erfolgreiche Akteure auf diesem Gebiet zusammenführt”, so Bert Klebl, einer der drei Manager von Khanu und Geschäftsführer des LDC. „Die Zusage der (Ko-)Investoren bestätigt die erfolgreiche Entwicklung über die letzte Dekade. Mit der Gründung des LDC durch die MPG und mit unserem partnerschaftlichen Konzept zur Entwicklung neuer Wirkstoffe haben wir ein neues Kapitel in der deutschen Translationsgeschichte aufgeschlagen. Die Unterstützung der Investoren ist auch ein Ausdruck des Vertrauens in dieses Konzept und sein zukunftsweisendes Potenzial. Mit KHAN-I, Khanu, LDC und w4i wollen wir die nächste Stufe erreichen und den kommerziellen Erfolg früher Wirkstoffentwicklung vervielfältigen, um echten Nutzen für Patienten zu erzielen.“

 

Carlos Moedas, als Mitglied der Europäischen Kommission verantwortlich für Forschung, Wissenschaft und Innovation, ist überzeugt: „Diese Vereinbarung zur Unterstützung von biomedizinischen und Wirkstoffforschungsprojekten führt die bisherigen Erfolgsgeschichte des Juncker Plans fort. Diese Möglichkeit für Forscher und Wissenschaftler, ihre Ideen und Innovationen bis zum Markt bringen zu können, wird helfen, Europas führende Position in der Innovation zu festigen.“

Pier Luigi Gilibert, Geschäftsführender Direktor des EIF, meint: „KHAN-I wird das Technologietransfer-Segment im deutschen und österreichischen Risikokapital-Ökosystem erheblich voranbringen. Ohne diese Mittel würden diese Innovationen nicht so weit entwickelt, dass weitere Investoren oder Lizenznehmer einsteigen. Unsere Kooperation mit KHAN-I und seinem Investitionsansatz ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie EU-Politik dazu beitragen kann, die Entwicklung neuer Medikamente zum Wohle der Menschen in Europa zu stärken.“

„Die Life-Science Industrie spielt eine wichtige Rolle in der österreichischen Wirtschaft. Mit Hilfe des neuen Fonds schaffen wir neue Arbeitsplätze und fördern einen starken und erfolgreichen Life-Science Sektor.  Damit ist KHAN-I eine wichtige Maßnahme zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Life-Science Industrie“, sagt Elisabeth Udolf-Strobl, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort in Österreich.

„Mit der Ko-Investitionsvereinbarung zwischen MPG und KHAN-I setzen wir unsere produktive Zusammenarbeit mit der MPG fort, die wir vor mehr als 10 Jahren begonnen haben. Wir hoffen, weitere Behandlungsmöglichkeiten für Patienten zu schaffen und einen Teil des Potenzials an die MPG und KHAN-I zurückzuführen“, ergänzt Ulrich Mahr, Mitglied der Geschäftsführung von Max-Planck-Innovation, der Technologietransfergesellschaft der MPG.

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Contact Khanu
Dr. Michael Hamacher, hamacher@khanu.de, tel. +49 231 9742 7000

Contact EIF
Christof Roche, c.roche@eib.org, tel.: +352 43 79 89013 / Mobile: +32 479 65 05 88

Website: www.eib.org/press – Press Office: +352 4379 21000 – press@eib.org

About EIF
The European Investment Fund (EIF) is part of the European Investment Bank Group. Its central mission is to support Europe’s micro, small and medium-sized businesses (SMEs) by helping them access finance. EIF designs and develops venture and growth capital, guarantees and microfinance instruments which specifically target this market segment. In this role, EIF fosters EU objectives in support of innovation, research and development, entrepreneurship, growth, and employment. More information on EIF’s work under EFSI is available here.

About the Juncker Plan
The Investment Plan for Europe, the so-called „Juncker Plan“, is one of the European Commission’s top priorities. It focuses on boosting investments to create jobs and growth by making smarter use of new and existing financial resources, removing obstacles to investment and providing visibility and technical assistance to investment projects. The European Fund for Strategic Investments (EFSI) is the central pillar of the Juncker Plan. It provides a first loss guarantee, allowing the EIB to invest in more, often riskier, projects. The projects and agreements approved for financing under the EFSI so far are expected to mobilise almost € 424 billion in investments and support around 967,000 SMEs across all 28 Member States.
About “InnovFin Equity”
InnovFin Equity – managed by EIF – is in integral part of the European growth initiative “InnovFin – EU Finance for Innovators”, a program launched by the European Commission and the EIB Group in the framework of Horizon 2020. Via InnovFin Equity, EIF provides equity investments and co-investments to or alongside funds focusing on companies in their pre-seed, seed, and start-up phases operating in innovative sectors covered by Horizon 2020, including life sciences, clean energy and high-tech. Under InnovFin Equity, EIF targets investments in around 45 funds, mobilising a total amount of € 4-5 billion to be invested in enterprises located or active in the EU and Horizon 2020 Associated Countries.
About aws
Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) is the Austrian government promotional bank. aws offers Austrian companies financial assistance in the form of loans, guarantees, grants and equity as well as consultancy services from the start-up to expansion phase. Innovative SMEs wishing to apply for finance under the InnovFin programme can directly contact aws under the following website: https://www.aws.at/en/
About Max-Planck-Förderstiftung
The Max-Planck Foundation is a private, independent and non-profit organisation with the sole purpose of providing funds for excellent, innovative and forward-looking research projects of the Max Planck Society. The   foundation was established in 2006 and the capital of the foundation is currently around € 500 million.
About Max-Planck-Innovation
Max Planck Innovation is responsible for the technology transfer of the Max Planck Society and, as such, the link between industry and basic research. With our interdisciplinary team we advise and support scientists of the Max Planck Institutes in evaluating their inventions, filing patents and founding companies. We offer industry a unique access to the innovations of the Max Planck Institutes. Thus, we perform an important task: the transfer of basic research results into products, which contribute to the economic and social progress.

About KHAN-I
KHAN-I is a limited partnership under German law with the European Investment Fund (EIF), Max Planck Foundation (MPF), Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS), and KHAN I Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG as non-managing limited partners and Khanu Management GmbH (KHANU) as general partner and fund manager.
The purpose of KHAN-I is to invest in innovative drug discovery projects and spin-out companies, primarily originating from academic sources, at the discovery, pre-clinical and clinical development stage for human healthcare and, opportunistically, veterinary care as well as to commercialise the results and products of the investments and, thus, to participate, directly or indirectly, in future proceeds.

Donnerstag, der 2. Mai 2019
Biodefense_Interview Wirkstoffforschung + Arzneimittelentwicklung Langfassung

Biodefense_Interview Wirkstoffforschung + Arzneimittelentwicklung Langfassung

Interview Dr. Bert Klebl

Biodefense_Interview Wirkstoffforschung + Arzneimittelentwicklung

Wehrmedizinische Monatsschrift 05/2019

Mittwoch, der 10. April 2019
Bekämpfung resistenter Bakterien: Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert NRW Konsortium NanoComBac mit zwei Millionen Euro

Bekämpfung resistenter Bakterien: Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert NRW Konsortium NanoComBac mit zwei Millionen Euro

Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) ist Teil des neuen, geförderten NRW Konsortiums NanoComBac, das sich der Entwicklung neuer antibiotischer Therapiemöglichkeiten gegen resistente Bakterien widmet.

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10. April 2019, Dortmund – Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) ist Teil des neuen, geförderten NRW Konsortiums NanoComBac, das sich der Entwicklung neuer antibiotischer Therapiemöglichkeiten gegen resistente Bakterien widmet.

Die Verbreitung solcher resistenten Bakterien gefährdet die Wirksamkeit von bestehenden Antibiotika weltweit und stellt eine große Herausforderung für das deutsche Gesundheitssystem dar. An diesem Punkt setzt ein neues Forschungsprojekt an, das von  Prof. Dr. Jürgen Scherkenbeck der Universität Wuppertal koordiniert wird. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum und der LDC aus Dortmund arbeiten die Forscher an der Entwicklung neuartiger, resistenzbrechender Antibiotika. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben mit rund zwei Millionen Euro.

Im Rahmen des Projektes NanoComBac („Naturstoff-Gold Nanocarrier Konjugate, eine neuartige dual-mode Strategie zur Bekämpfung resistenter Bakterien“) soll ein duales Wirkkonzept etabliert werden, das antibakterielle Naturstoffe so kombiniert, dass sie die problematische Zellmembran resistenter Bakterien überwinden können. Die Naturstoffe verfügen über innovative Wirkmechanismen, die von derzeit verfügbaren Antibiotika bisher nicht adressiert werden.

Das Konsortium vereint mit den Arbeitsgebieten Computer- und Medizinalchemie (Prof. Dr. Scherkenbeck, Bergische Universität, LDC), Nanopartikel-Synthese (Prof. Dr. Metzler-Nolte, Ruhr-Universität Bochum), Biomolekulare-NMR (Prof. Dr. Stoll, Ruhr-Universität Bochum), biologische Testung (Prof. Dr. Bandow, Ruhr-Universität Bochum) und professionelle Wirkstoffentwicklung (LDC) eine interdisziplinäre Expertise, die derzeit in Deutschland einzigartig ist.

„Unser Projekt legt die Grundlage für die Entwicklung neuartiger, resistenzbrechender Antibiotika gegen bakterielle Infektionen einschließlich Tuberkulose mit reduziertem Risiko einer vorzeitigen Resistenzentwicklung“, fasst Projektleiter Prof. Scherkenbeck zusammen.

„Obwohl die Hürden für eine kommerziell erfolgreiche, innovative Antibiotika-Entwicklung immer noch hoch bleiben, halten wir diesen Ansatz für äußerst vielversprechend und wollen mithelfen, eine gesundheitspolitisch relevante Fragestellung zu lösen“, ergänzt Dr. Bert Klebl von der LDC.

Ziel des Projektes ist es, den Weg für eine präklinische Validierung und eine zukünftige klinische Entwicklung zu ebnen.

Freitag, der 29. März 2019
LDC erhält den Wirtschaftspreis der Stadt Dortmund
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LDC erhält den Wirtschaftspreis der Stadt Dortmund

Das Lead Discovery Center (LDC) hat den Wirtschaftspreis der Stadt Dortmund gewonnen, der jährlich von der Wirtschaftsförderung und der Sparkasse Dortmund ausgelobt wird. Damit ehrt die renommierte Jury das innovative Geschäftsmodell des LDC und seine herausragenden Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit. Das Unternehmen ist ein wichtiges Bindeglied zwischen akademischer Forschung und industrieller Arzneimittelentwicklung. Es arbeitet mit beiden Seiten eng zusammen, um Ideen aus der Forschung in neue Medikamente zu übertragen, die das Leben von Millionen von Menschen verändern können.

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März 29 2019, Dortmund – Das Lead Discovery Center (LDC) hat den Wirtschaftspreis der Stadt Dortmund gewonnen, der jährlich von der Wirtschaftsförderung und der Sparkasse Dortmund ausgelobt wird. Damit ehrt die renommierte Jury das innovative Geschäftsmodell des LDC und seine herausragenden Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit. Das Unternehmen ist ein wichtiges Bindeglied zwischen akademischer Forschung und industrieller Arzneimittelentwicklung. Es arbeitet mit beiden Seiten eng zusammen, um Ideen aus der Forschung in neue Medikamente zu übertragen, die das Leben von Millionen von Menschen verändern können.

Seit seiner Gründung in Dortmund vor 11 Jahren hat das LDC mehr als 79 Entwicklungsprojekte gestartet. Jedes einzelne adressiert einen dringenden medizinischen Bedarf. Das Portfolio umfasst häufige Erkrankungen wie Krebs oder Infektionen ebenso wie seltene Krankheiten, die üblicherweise nicht im Fokus industrieller Arzneimittelentwicklung stehen. Für 15 Projekte wurden bereits Kooperations- oder Lizenzvereinbarungen mit der Industrie geschlossen.

„Der Preis honoriert das Engagement unseres Teams und unserer Partner, in der Forschung ebenso wie in der Industrie. Dank ihrer Expertise und ihres Einsatzes haben wir es geschafft, so viele Projekte auf den Weg zu bringen“, sagte Dr. Bert Klebl, Geschäftsführer des LDC. „Wir sind stolz, Teil der Dortmunder Innovationslandschaft zu sein und bedanken uns für die kooperative Atmosphäre, die wir hier schon eine ganze Dekade lang erleben.“

Im vergangenen Jahr hat das LDC eine Niederlassung in München zur Entwicklung therapeutischer Antikörper eröffnet. Insgesamt hat das Unternehmen mehr als 75 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen, die meisten davon am Hauptsitz in Dortmund.

„Dortmund war und ist ein hervorragender Standort für das LDC. Er bietet uns einfachen Zugang zu einer High-tech Infrastruktur und großartige Unterstützung durch lokale Netzwerke rund um das TZDO und die Sparkasse Dortmund“, ergänzte Dr. Klebl.

Dienstag, der 12. März 2019
Die Lead Discovery Center GmbH ist Teil des Projekts Drug Discovery Hub Dortmund am ZIW (DDHD)
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Die Lead Discovery Center GmbH ist Teil des Projekts Drug Discovery Hub Dortmund am ZIW (DDHD)

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Donnerstag, der 7. März 2019
Die Lead Discovery Center GmbH ist Teil des Projekts HTRA1- Inhibitoren zur Behandlung der altersabhängigen Erblindung (HTRA1)
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Die Lead Discovery Center GmbH ist Teil des Projekts HTRA1- Inhibitoren zur Behandlung der altersabhängigen Erblindung (HTRA1)

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Dienstag, der 19. Februar 2019
Land NRW und EU fördern neues Kompetenzzentrum für Innovative Diabetes Therapie (KomIT)

Land NRW und EU fördern neues Kompetenzzentrum für Innovative Diabetes Therapie (KomIT)

Das Lead Discovery Center (LDC) wird in den nächsten drei Jahren mit einem Konsortium aus acht Partnern aus Industrie und universitärer Forschung zielgerichtet die Entwicklung neuer Therapien des Diabetes vorantreiben.

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19. Februar 2019, Dortmund – Das Lead Discovery Center (LDC) wird in den nächsten drei Jahren mit einem Konsortium aus acht Partnern aus Industrie und universitärer Forschung zielgerichtet die Entwicklung neuer Therapien des Diabetes vorantreiben. Am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) wird hierzu in den nächsten drei Jahren mit Mitteln des Landes NRW und der EU in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro ein neues Kompetenzzentrum errichtet. Ziel des vom DDZ koordinierten Zentrums ist die effiziente Translation innovativer Forschungsergebnisse in die klinische Anwendung zur Verbesserung das Diabetesmanagement von Patienten.

Die kontinuierlich stark ansteigende Zahl der Diabetes-Patienten in Deutschland sowie die damit verknüpfte sozio-ökonomische Belastung für das Gesundheitssystem erfordert dringlich die Entwicklung neuer Ansätze für kausale Therapien.

„Wir wollen mit unseren Partnern eine nachhaltige Infrastruktur aufbauen, um innovative Ansätze in der Diabetestherapie zügig und unmittelbar zu den Patienten zu bringen“, erklärt Prof. Michael Roden, Vorstand des Deutschen Diabetes-Zentrums und Koordinator des neuen Kompetenzzentrums für Innovative Diabetes Therapie (KomIT). „Unsere gemeinsamen Aktivitäten sollen Kompetenzen bündeln und zu wissenschaftlichen und technologischen Durchbrüchen in der Diabetesforschung führen“. Beteiligt sind neben dem LDC und dem DDZ die Algiax Pharmaceuticals GmbH, Taros Chemicals GmbH & Co. KG, vivo Science GmbH, A & M Labor für Analytik und Metabolismusforschung Service GmbH, PROFIL Institut für Stoffwechselforschung GmbH und die TU Dortmund mit dem Drug Discovery Hub Dortmund (DDHD).

In Nordrhein-Westfalen wird bereits seit langem eine exzellente Grundlagenforschung mit klinisch-experimentellen Diabetes-Studien betrieben. Die derzeitige Translation dieser Ergebnisse in die klinische Anwendung ist jedoch noch nicht ausreichend, um nachhaltig wirtschaftliche Impulse zu setzen. Start-ups und kleine Unternehmen mit hohem Innovationspotential sind oft nicht in der Lage, aufwendige experimentelle und klinische Forschung mit kritischer Masse und der notwendigen Schnelligkeit durchzuführen. An diesem Punkt setzt das neue interdisziplinäre Kompetenzzentrum für Innovative Diabetes Therapie (KomIT) an. Leitidee ist der Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur, die Expertisen aus Management, Entwicklung und Medizinalchemie, Präklinik, Analytik, Toxikologie und Physiologie bis hin zur klinischen Prüfung bündelt und eine offene Plattform für NRW, Deutschland und Europa bereitstellt.

Diese neuartige Forschungsinfrastruktur wird wichtige Impulse für den Pharma- und Biotech-Sektor in NRW setzen und darüber hinaus die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Landes NRW nachhaltig stärken. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Programms EFRE.NRW – Innovation in Wachstum und Beschäftigung des Landes NRW durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union.

https://www.efre.nrw.de

Dienstag, der 8. Januar 2019
LDC und europäisch-kanadisches Konsortium erhalten € 1,1 Millionen zur Entwicklung neuer Therapien gegen Antitrypsin-Mangel
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LDC und europäisch-kanadisches Konsortium erhalten € 1,1 Millionen zur Entwicklung neuer Therapien gegen Antitrypsin-Mangel

Das Lead Discovery Center (LDC) kooperiert mit der McGill Universität in Kanada, mit Institut National de la Santé Et de la Recherche Médicale (INSERM) in Frankreich und mit der Semmelweis Universität in Ungarn, um neue Ansätze zur Behandlung von Alpha-1-Antritrypsin-Mangel zu entwickeln. Das ist eine seltene, erbliche Erkrankung, die zu schwerwiegenden Schäden an Lunge und Leber führen kann. Die Partner erhalten dafür €1,1 Millionen an Fördermitteln im Rahmen des transnationalen E-Rare-3-Programms für seltene Erkrankungen.

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08. Januar 2019, Dortmund – Das Lead Discovery Center (LDC) kooperiert mit der McGill Universität in Kanada, mit Institut National de la Santé Et de la Recherche Médicale (INSERM) in Frankreich und mit der Semmelweis Universität in Ungarn, um neue Ansätze zur Behandlung von Alpha-1-Antritrypsin-Mangel zu entwickeln. Das ist eine seltene, erbliche Erkrankung, die zu schwerwiegenden Schäden an Lunge und Leber führen kann. Die Partner erhalten dafür €1,1 Millionen an Fördermitteln im Rahmen des transnationalen E-Rare-3-Programms für seltene Erkrankungen.

Antitrypsin-Mangel wird durch genetische Veränderung des Enzyms Alpha-1-Antitrypsin (A1AT) verursacht. Es wird vorwiegend in der Leber hergestellt und normalerweise von dort zur Lunge transportiert, wo es dazu beiträgt, das Gewebe zu schützen und die Organfunktion zu erhalten. Die Mutation führt zu einer fehlerhaften Faltung des Proteins, so dass es nicht mehr ausgeschieden werden kann. In der Lunge kann der Mangel an A1AT ernsthafte Erkrankungen verursachen, z.B. chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD). In der Leber kann die Akkumulation von fehlerhaftem A1AT zu Leberfibrosen oder -zirrhosen und in der Folge zu Leberversagen führen. Bislang gibt es keine wirksamen Medikamente.

Das gemeinsame Entwicklungsprojekt nutzt wegweisende Ergebnisse von Dr. Chevet und seinem Team bei INSERM, die einen neuen Ansatz zur Bekämpfung von Antitrypsin-Mangel liefern. Sie haben gezeigt, dass durch die Aktivierung des Enzyms IRE1alpha funktionsfähiges ZA1AT aus der Leber freigesetzt werden kann. ZA1AT ist die häufigste Mutation von A1AT. Die Projektpartner werden gemeinsam chemische Substanzen identifizieren, die IRE1alpha aktivieren und dadurch funktionales ZA1AT freisetzen. Im Laufe von drei Jahren soll eine Reihe von Wirkstoffen (Leitstrukturen) entwickelt werden, die günstige pharmakologische Eigenschaften besitzen und deren Wirksamkeit in relevanten in-vivo Modellen nachgewiesen ist.

Mit diesem Projekt setzen die Partner ihre bestehende, sehr produktive Zusammenarbeit fort. Dabei ergänzen sie sich ideal in ihren Stärken und Fähigkeiten: Die Teams von der McGill Universität und INSERM tragen führende Expertise in Erkrankungen bei, die mit der Fehlfaltung von Proteinen im Allgemeinen und mit der Funktion von A1AT und IRE1alpha im Besonderen zu tun haben. Die Teams an der Semmelweis Universität und am LDC bringen Infrastruktur und weitreichende Kenntnisse in der Medizinalchemie und Pharmakologie ein, außerdem umfangreiche Erfahrung in der frühen Wirkstoff-Entwicklung von der Zielstruktur bis zum Nachweis der Wirksamkeit (Proof-of-Concept). Das Projekt wird zudem von führenden Klinikern und Patientenorganisationen unterstützt, die sich dafür einsetzen, Therapien für Antitrypsin-Mangel zu finden und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

„Das ist eine einzigartige und besonders aussichtreiche Konstellation“, sagt Dr. Bert Klebl, Geschäftsführer des LDC. „Mit unseren kombinierten Fähigkeiten und unserem Engagement haben wir beste Chancen, dieses Projekt erfolgreich voranzubringen und einen deutlichen Fortschritt für Patienten zu erzielen, die unter dieser wenig beachteten, seltenen Erkrankung leiden.”