Pressemeldungen

Montag, der 22. März 2021
LDC, Novo Nordisk und Universitätsklinikum Heidelberg kooperieren im Bereich Kardiologie
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LDC, Novo Nordisk und Universitätsklinikum Heidelberg kooperieren im Bereich Kardiologie

Dortmund, Deutschland – 22. März 2021 – Die Lead Discovery Center GmbH (LDC), Novo Nordisk und das Universitätsklinikum Heidelberg starten eine Kollaboration, um eine neue Therapie gegen Herzinsuffizienz zu entwickeln.

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Die kardiale Ca2+/Calmodulin-abhängige Kinase II (CaMKII) spielt eine zentrale Rolle bei maladaptiven Prozessen im erkrankten Herzen. Die Partner wollen mit Hilfe einer innovativen Strategie eine neue Klasse von CaMKII-Modulatoren entwickeln, die unerwünschte Effekte von CaMKII blockieren und gleichzeitig deren physiologische Funktion erhalten.

Dieser neue Ansatz wurde von Prof. Johannes Backs und seinem Team am Universitätsklinikum Heidelberg entdeckt, validiert und zusammen mit dem LDC weiterentwickelt. In der ersten Projektphase wurde die Forschung von Prof. Johannes Backs vom Deutschen Zentrum für HerzKreislauf-Forschung (DZHK) durch ein Programm gefördert, das die Übertragung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung unterstützt. Im Zuge ihrer Zusammenarbeit ist es den Partnern gelungen, eine Reihe vielversprechender Hitsubstanzen zu identifizieren.

„Wir freuen uns sehr, mit dem exzellenten Team von Prof. Johannes Backs weiterzuarbeiten und begrüßen Novo Nordisk in der zweiten Phase unserer Kooperation, in der wir uns auf die Weiterentwicklung unserer Hits zu Leitstrukturen konzentrieren. Wir schätzen die frühe Einbindung, durch die Novo Nordisk den Projektfortschritt mit wertvollem Input steuern kann“, sagt Bert Klebl, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des LDC.

„Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten und tödlichsten Diagnosen im Krankenhaus – und trotz therapeutischer Fortschritte sehen wir immer noch sehr hohe Morbidität und Mortalität“, ergänzt Prof. Johannes Backs. „Unser Ansatz hat gute Aussichten, eine neue, wirksame und sichere Behandlungsmöglichkeit zu bieten. Wir sind begeistert, mit dem LDC und Novo Nordisk zusammenzuarbeiten, um das Projekt weiter in Richtung Anwendung voranzubringen.”

„Diese Kooperation ermöglicht, die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschung nutzen zu können, die das Potenzial von CaMKII als therapeutische Zielstruktur bei Herzinsuffizienz belegen. Es ist eine einzigartige Chance, Teil einer Kooperation zu werden, die über tiefes biologisches Verständnis und hervorragende technische Fähigkeiten verfügt, um neue Behandlungen für Patienten mit Herzinsuffizienz zu entwickeln. Sie unterstützt auch das Ziel von Novo Nordisk, wirksame Behandlungen für Patienten anzubieten, die unter dieser Krankheit leiden“, sagt Karin Conde-Knape, SVP Global Drug Discovery bei Novo Nordisk.

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Über das LDC
Die Lead Discovery Center GmbH wurde 2008 von der Technologietransfer-Organisation Max-PlanckInnovation gegründet, um das Potenzial exzellenter Grundlagenforschung für die Entwicklung neuer, dringend benötigter Medikamente besser zu nutzen. Das Lead Discovery Center nimmt vielversprechende Projekte aus der akademischen Forschung auf und entwickelt sie typischerweise weiter bis zu pharmazeutischen Leitstrukturen (Proof-of-Concept in Modellsystemen). In enger Zusammenarbeit mit führenden Partnern aus der akademischen Forschung und Industrie entwickelt das Lead Discovery Center ein umfangreiches Portfolio an Projekten im Bereich niedermolekularer Wirkstoffe sowie therapeutische Antikörper mit außergewöhnlich hohem medizinischem und kommerziellem Potenzial.
Das Lead Discovery Center arbeitet weltweit mit Partnern wie AstraZeneca, Bayer, Boehringer Ingelheim, Daiichi Sankyo, Johnson & Johnson Innovation, Merck KGaA, Qurient, Roche, Sotio, verschiedenen Investoren sowie führenden akademischen Drug Discovery Zentren zusammen und unterhält eine enge Partnerschaft mit der Max-Planck-Gesellschaft und dem Technologietransfer Fonds KHAN-I.
Weitere Informationen: www.lead-discovery.de

Montag, der 22. März 2021
LDC und Cumulus Oncology starten strategische Zusammenarbeit
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LDC und Cumulus Oncology starten strategische Zusammenarbeit

Dortmund, Deutschland, und Edinburgh, Schottland, 22. März 2021 – Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) und Cumulus Oncology haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam die Entdeckung und Entwicklung neuer Krebstherapien zu beschleunigen.

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Die Zusammenarbeit baut auf der komplementären Expertise beider Partner auf: Das LDC bringt seine beeindruckende Erfolgsbilanz bei der Entwicklung von Wirkstoffen ein und zudem sein Team, das über die nötigen Kompetenzen verfügt, um neue Wirkstoffe für verschiedene onkologische Targets zu entwickeln. Cumulus Oncology steuert ein Team erfolgreicher Life-Science-Gründer bei, die schon zahlreiche onkologische Projekte in die Anwendung überführt haben, außerdem wissenschaftliche Experten, Onkologen und Spezialisten aus dem Pharmasektor.

Die Kooperation beruht auf ausgewogenen Beiträgen beider Seiten und der gemeinsamen Motivation, ein wachsendes Portfolio an Wirkstoffen aufzubauen, das Small Molecules und Biologics mit außergewöhnlichem medizinischem und kommerziellem Potenzial umfasst. Jeder Partner steuert Targets und Bausteine der Wertschöpfungskette im Bereich der Onkologie bei, um sie gemeinsam zu entwickeln und möglicherweise neue Unternehmen zu gründen. Die Partnerschaft wird auch den Zugang beider Seiten zu Finanzierungs- und Kooperationspartnern in aller Welt erweitern.

„Ich bin sicher, dass es uns zusammen mit Cumulus Oncology gelingen wird, innovative Ansätze zur Krebstherapie aus unserem akademischen Netzwerk zu nutzen und diese von einem frühen Forschungsstadium in echte Innovationen in der Krebsforschung und -therapie zu übertragen“, meint Bert Klebl, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des LDC. „Diese strategische Partnerschaft mit einem der führenden Drug Discovery Zentren Europas ist eine großartige Chance für Cumulus Oncology, unsere Pipeline an innovativen Krebswirkstoffen weiter auszubauen“, sagt Alan Wise, Aufsichtsratsvorsitzender von Cumulus Oncology.

„Wir freuen uns sehr, mit unseren Kollegen am LDC zusammenzuarbeiten zum gegenseitigen Nutzen unserer beiden Organisationen und letztlich zum Wohle der Krebsforschung und der Patienten, die mit einer Krebsdiagnose konfrontiert sind“, ergänzt Clare Wareing, Gründerin und Geschäftsführerin von Cumulus Oncology.

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Über Cumulus Oncology
Die 2017 gegründete Cumulus Oncology greift neue Ansätze zur Krebstherapie von akademischen Einrichtungen, kommerziellen Drug Discovery Gruppen und biopharmazeutischen Firmen auf. Das Unternehmen identifiziert auch neue Zielstrukturen für Wirkstoffentwicklungsprogramme, die es unterstützt. Ausgewählte Wirkstoffe werden in neue Unternehmen ausgegliedert, sofern sie eine strenge Due Diligence, Marktbewertung, Verhandlung der Konditionen und eine eingehende Machbarkeitsprüfung des Investitionsvorhabens bestehen. Diese neuen Unternehmen werden von Cumulus betreut, bis ein entscheidender Sprung in der Wertschöpfung erzielt ist. Cumulus sorgt über sein Netzwerk an Risikokapitalgebern auch für die weitere Finanzierung der Neugründungen. Das Gründungsteam umfasst erfolgreiche Life-Science-Gründer, Onkologen, Wissenschaftler und andere Experten aus der onkologischen Arzneimittelentwicklung und dem Pharmasektor. Der Fokus liegt auf Small Molecules und Biologics, die bekannte oder neue Signalwege bei Krebserkrankungen adressieren und für die es eine klare Entwicklungsstrategie bis hin zur klinischen Prüfung gibt. Weitere Informationen: www.cumulusoncology.com

Über das Lead Discovery Center
Die Lead Discovery Center GmbH wurde 2008 von der Technologietransfer-Organisation Max-Planck-Innovation gegründet, um das Potenzial exzellenter Grundlagenforschung für die Entwicklung neuer, dringend benötigter Medikamente besser zu nutzen. Das Lead Discovery Center nimmt vielversprechende Projekte aus der akademischen Forschung auf und entwickelt sie typischerweise weiter bis zu pharmazeutischen Leitstrukturen (Proof-ofConcept in Modellsystemen). In enger Zusammenarbeit mit führenden Partnern aus der akademischen Forschung und Industrie entwickelt das Lead Discovery Center ein umfangreiches Portfolio an Projekten im Bereich niedermolekularer Wirkstoffe sowie therapeutische Antikörper mit außergewöhnlich hohem medizinischem und kommerziellem Potenzial.

Das Lead Discovery Center arbeitet weltweit mit Partnern wie AstraZeneca, Bayer, Boehringer Ingelheim, Daiichi Sankyo, Johnson & Johnson Innovation, Merck KGaA, Qurient, Roche, verschiedenen Investoren sowie führenden akademischen Drug Discovery Zentren zusammen und unterhält eine enge Partnerschaft mit der Max-Planck-Gesellschaft und dem Technologietransfer Fonds KHAN-I. Weitere Informationen: www.lead-discovery.de

Mittwoch, der 27. Januar 2021
Erste Behandlung mit neuem Krebsimmuntherapeutikum Q702 im Rahmen einer Phase-1-Studie
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Erste Behandlung mit neuem Krebsimmuntherapeutikum Q702 im Rahmen einer Phase-1-Studie

Dortmund, 27. Januar 2021 – Der langjährige strategische Partner des LDC
und koreanische Onkologie-Spezialist Qurient hat im Rahmen einer Phase-1-
Studie die erste Behandlung mit Q702 begonnen.

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Die Studie umfasst Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren an mehreren Kliniken in den USA. Q702 ist ein dreifacher Kinase-Inhibitor gegen Axl, Mer und CSF1R, der oral verabreicht werden kann. Er wurde am Max-Planck-Institut für Biochemie entdeckt und zunächst am LDC weiterentwickelt, bis er für weitere Optimierungen und die präklinische und klinische Entwicklung an Qurient lizenziert wurde. Der Wirkstoff stärkt Immunzellen in der Mikroumgebung des Tumors und erhöht die Sichtbarkeit der Tumorzellen für das Immunsystem. Damit könnte er neue Chancen für Patienten bieten, die auf verfügbare Therapien nicht ansprechen.

Die originalen Pressemitteilungen finden Sie hier:

Pressemeldung von Qurient vom 26. Januar 2021 (nur in englischer Sprache verfügbar)
Pressemeldung von Qurient und LDC zur IND-Zulassung, Mai 2020 (nur in englischer Sprache verfügbar)

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Über Qurient
Qurient ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das an der koreanischen Börse notiert ist (KRX 115180). Mit Hilfe einer virtuellen R&D Projektmanagement-Plattform entwickelt Qurient neue Therapeutika von der Entdeckung bis zum Proof-of-Concept beim Menschen. Qurient hat aktuell drei Programme in der klinischen Entwicklung: Q301, ein topischer Leukotrien-Inhibitor zur Behandlung atopischer Dermatitis (Phase 2b abgeschlossen); Telacebec (Q203), ein innovativer, oral verfügbarer Cytochrom-bc1-Inhibitor zur Behandlung von Tuberkulose (Phase 2 abgeschlossen); und Q702 (zur Phase 1/2 zugelassen durch die FDA). Qurient hat kürzlich Q901, einen selektiven CDK7-Inhibitor, als präklinischen Kandidaten für solide Tumore nominiert. Start der klinischen Prüfungen ist voraussichtlich 2021.
Weitere Informationen: www.qurient.com

Über Lead Discovery Center GmbH
Die Lead Discovery Center GmbH wurde 2008 von der Technologietransfer-Organisation Max-PlanckInnovation gegründet, um das Potenzial exzellenter Grundlagenforschung für die Entwicklung neuer, dringend benötigter Medikamente besser zu nutzen. Das Lead Discovery Center nimmt vielversprechende Projekte aus der akademischen Forschung auf und entwickelt sie typischerweise weiter bis zupharmazeutischen Leitstrukturen („Proof-of-Concept“) in Modellsystemen. In enger Zusammenarbeit mit führenden Partnern aus der akademischen Forschung und der Industrie entwickelt das Lead Discovery Center ein umfangreiches Portfolio an Projekten im Bereich niedermolekularer Wirkstoffe sowie therapeutische Antikörper mit außergewöhnlich hohem medizinischem und kommerziellem Potenzial. Das Lead Discovery Center ist der Max-Planck-Gesellschaft langfristig verbunden und arbeitet mit Partnern wie AstraZeneca, Bayer, Boehringer Ingelheim, Daiichi Sankyo, Johnson & Johnson Innovation, Merck KGaA, Qurient, Roche, verschiedenen Investoren sowie mit führenden Zentren für Wirkstoffforschung weltweit zusammen.
Weitere Informationen: www.lead-discovery.de

Über Max-Planck-Innovation
Als Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft ist Max-Planck-Innovation das Bindeglied zwischen Industrie und Grundlagenforschung. Mit unserem interdisziplinären Team beraten und unterstützen wir die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Max-Planck-Institute bei der Bewertung von Erfindungen, der Anmeldung von Patenten sowie der Gründung von Unternehmen. Der Industrie bieten wir einen zentralen Zugang zu den Innovationen der Max-Planck-Institute. Damit erfüllen wir eine wichtige Aufgabe: Den Transfer von Ergebnissen der Grundlagenforschung in wirtschaftlich und gesellschaftlich nützliche Produkte.
Weitere Informationen: www.max-planck-innovation.de

Freitag, der 5. November 2010
BIO.NRW PhD Convention 2010
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BIO.NRW PhD Convention 2010

Dr. Bert Klebl lieferte den interessierten Doktoranden der BIO.NRW PhD Convention ein „best practice“ Beispiel für den Technologietransfer aus der Grundlagenforschung in die pharmazeutische Industrie.

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In der Kulisse des Signal Iduna Parks standen vom 5. bis 6. November 2010 nicht die Fußballspieler des BVB im Mittelpunkt sondern die berufliche Zukunft der Doktoranden aus dem Life Science Bereich. Nahezu 100 Nachwuchswissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Heidelberg reisten in das Zentrum für Dienstleistungen und Zukunftstechnologien, um auf der ersten BIO.NRW PhD Student Convention mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft die Weichen für einen gelungenen Start in das Berufsleben zu stellen. „Unsere persönliches Anliegen ist es, den Doktoranden, Diplomanden und Masterabsolventen eine Orientierung zu geben und ihnen sowohl die Möglichkeiten einer akademischen Laufbahn als auch einer Karriere in der Wirtschaft aufzuzeigen“ betonte BIO.NRW Clustermanager Dr. Bernward Garthoff, bei der Begrüßung der Teilnehmer.

„Erfahren, verstehen und motivieren“ so lautete das Motto am Eröffnungstag des Life Science Kongress in Dortmund. Die Zukunft liegt in der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie, daher ist neben der Nachwuchsförderung der Technologietransfer ein zentrales Anliegen des Veranstalters BIO.NRW. In diesem Prozess agieren gerade die Life Science Doktoranden als Schlüsselfiguren zwischen universitärer Forschung und industrieller Anwendung. Auf ihrem Karriereweg müssen sie daher lernen, aktuelles Wissen und Methodenkompetenzen in ökonomische Abläufe einzubringen. Dr. Bert Klebl, Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Leiter der Lead Discovery Center GmbH lieferte den Teilnehmern ein „best practice“ Beispiel für einen gelungenen Technologietransfer aus der Grundlagenforschung in die pharmazeutische Industrie.

Viele Doktoranden konnten den Kongress für sich nutzen und hatten die Gelegenheit mögliche Arbeitgeber direkt anzusprechen. Teilnehmer und Referenten waren begeistert von dem Format und der Location. Somit konnte BIO.NRW erfolgreich die gezielte Nachwuchsförderung umsetzen und den Teilnehmern den Einstieg in die Arbeitswelt, ob im wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Bereich, erleichtern.

Donnerstag, der 4. November 2010
Ministerin Prof. Dr. Annette Schavan zu Gast am LDC
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Ministerin Prof. Dr. Annette Schavan zu Gast am LDC

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Annette Schavan – Bundesministerin
für Bildung und Forschung zu Gast im BioMedizinZentrumDortmund

Der gute Ruf des BioMedizinZentrumDortmund (BMZ) ist auch  in Berlin – im Bundesministerium für Bildung und Forschung –  angekommen – so Otto Kentzler, Aufsichtsratsvorsitzender der TechnologieZentrumDortmund GmbH.

„Ich freue mich, dass Dortmund ein herausragender Standort für den Technologietransfer in Europa ist – und zwar einer, der auch immer wieder neue eigene Strukturen entwickelt, um Ideen aus dem Labor noch effizienter in den Markt bringen“, so Professorin Dr. Annette Schavan bei einem Besuch des BioMedizinZentrumDortmunds und zweier dort angesiedelter Unternehmen.

Mit seinen 22 Unternehmen und den ca. 300 Beschäftigten zählt das BMZ zu den größten und renommiertesten Biomedizinzentren in Deutschland. Auf einer Fläche von mehr als 17.000 m² profitieren die ansässigen Unternehmen von den Forschungsergebnissen des benachbarten Max Planck Institut für Molekulare Physiologie, des ISAS Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften und der Technischen Universität Dortmund. Um die Exzellenz des Biotechnologiestandortes weiter auszubauen und den wachsenden Flächenbedarf zu decken, wird das BMZ derzeit um eine Fläche von weiteren 3.000 m² erweitert.

Mit der Fokussierung auf die Schnittstelle von Biotechnologie und Mikrosystemtechnik in Kombination mit der Bio- und Medizininformatik bündelt das BMZ die regionalen Stärken. Damit leistet das BMZ einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung neuer Spitzentechnologien am Standort Dortmund.

Die Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft stellen für die Unternehmen einen Erkenntnisgewinn dar, der zu neuen Dienstleistungen und Produkten führt. So wird die Lücke in der Wertschöpfungskette zwischen der Grundlagenforschung und beispielsweise der Anwendung in der Pharmaindustrie geschlossen. Die Unternehmen im BMZ stehen für einen gelungenen Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Zu den Schwerpunktthemen der im BMZ ansässigen Unternehmen zählen lebenswissenschaftliche Innovationen wie die Umsetzung der durch Forschung gewonnenen Erkenntnisse in die Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte und Therapien. In enger Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen gilt es, anwendungsnah aussichtsreiche Forschungsprojekte professionell in die Entwicklung neuer Medikamente zu überführen.

Die Technische Universität Dortmund baut den Bereich Biomedizin seit mehreren Jahren erfolgreich aus. Bereits 2003 startete an der Fakultät Chemie der bundesweit erste Studiengang Chemische Biologie in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie. Derzeit bereiten die beiden Partner einen Masterstudiengang in Quantitativer Biologie vor. Zudem hat die TU Dortmund den Bereich jüngst wieder durch neue Professuren gestärkt: So wurde 2009 eine Stiftungsprofessur in Chemischer Biologie eingerichtet und in diesem Jahr eine neue Professur für Hefegenetik ausgeschrieben. Zudem konnte eine Lücke, die durch Wegberufung entstanden war, zügig mit einem hervorragenden Kandidaten wieder gefüllt werden.  Auch Fakultäten wie Mathematik, Statistik, Physik und Informatik haben Professoren berufen, die im Bereich Biomedizin lehren und forschen. Das BMZ belebt den Transfer biomedizinischer Forschungsergebnisse in die Wirtschaft, wie erfolgreiche Ausgründungen zeigen.“

„Das BioMedizinZentrumDortmund ist einer unserer engsten und besten Kooperationspartner und bietet uns am Standort eine einmalige Gelegenheit, die Ergebnisse biowissenschaftlicher Grundlagenforschung zusammen mit führenden Unternehmen der deutschen und europäischen pharmazeutischen Industrie in die Anwendung zu überführen.“ – so Professor Dr. Herbert Waldmann, Direktor des Max Planck Instituts für Molekulare Physiologie.

„Das Lead Discovery Center (LDC) und das Chemical Genomics Center (CGC) zeigen,  wie wichtig es gerade beim Technologietransfer ist, in innovative Strukturen zu investieren. Nun gilt es, auch bei der Ausbildung neue Wege zu gehen. Ich kann mir gut vorstellen, vielversprechende Ausbildungsformate von regionaler Partnern, die sich dem effizienteren Brückenschlag zwischen biowissenschaftlicher Forschung und Wirtschaft verschrieben haben, mit Bundesmitteln aufzustocken“, betonte Professorin Dr. Annette Schavan,  Bundesministerin für Bildung und Forschung, und erklärte weiter: „Unser Ziel dabei ist klar: Wir müssen die Motivation dafür stärken, dass in den Lebenswissenschaften nicht nur hochrangige Publikationen eine Auszeichnung sind, sondern auch anwendungsnahe Forschung im akademischen Bereich angemessen gewürdigt wird.“

„Hier am Standort Dortmund existieren für uns ideale Ausgangsbedingungen. Durch die tatkräftige Unterstützung von TZDO, der Stadt Dortmund und dem Land NRW konnten wir zusammen mit Max-Planck Innovation GmbH und der Max-Planck Gesellschaft das Lead Discovery Center GmbH (LDC) in kürzester Zeit voll funktionell aufbauen. Die Erweiterung des BMZ legt nun den Grundstein für ein weiteres, erfolgreiches Wachstum des LDC hier am Standort. Im lokalen Kompetenznetzwerk zwischen MPI, dem zugehörigen Chemical Genomics Center, TU, ISAS und den biomedizinischen KMUs am BMZ sehen wir ein enormes Potential. Offene Förderformate, wie etwa die BioPharma-Initiative des BMBF, haben richtungsweisenden Charakter dieses Potential zu heben, da sie die Vernetzung von Grundlagenforschung mit industrieller Anwendung zum Lückenschluss in der Wertschöpfungskette an Zentren wie dem LDC katalysieren. Das LDC nimmt dabei eine essentielle Mittlerfunktion ein, um Ergebnisse der Forschung in industriekompatible Pakete zu transformieren“, hebt Dr. Bert Klebl, einer der beiden Geschäftsführer des LDC, hervor.

„Unsere Mission ist es, vielversprechende Projekte aus der Grundlagenforschung aufzunehmen und sie professionell in die Entwicklung neuer Medikamente zu übersetzen – und so letztendlich auch den Patienten neue Behandlungsperspektiven zu eröffnen. Während die Projektfinanzierung aus der Max-Planck-Gesellschaft den nachhaltigen Aufbau der neuartigen Organisation LDC erst ermöglichte, eröffnet die gezielte Projektförderung vom NRW-Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung sowie die BMBF-BioPharma Förderung nun die Möglichkeit, das Projektportfolio deutlich zu erweitern sowie auch direkte Kooperationen mit Pharmafirmen einzugehen, um das Potential des LDC-Ansatzes voll auszuschöpfen.“ fügt Dr. Peter Nussbaumer, Geschäftsführer des LDC, hinzu.

Die Dental Innovation GmbH im BMZ hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahnheilkunde zu digitalisieren und zu revolutionieren. Das Unternehmen verfügt mit dem Freecorder®BlueFox über eine Schlüsseltechnologie, die eine einfache, schnelle und hochpräzise Aufzeichnung der individuellen Kaubewegungen eines Patienten erlaubt. Diese Daten können dann ebenso zur Diagnostik und Therapie bei bestehenden Kiefergelenkerkrankungen aber auch zur exakten scharnierachsbezogenen Übertragung und Nutzung dieser Daten bei der Fertigung von Zahnersatz genutzt werden. Ergebnis ist Zahnersatz der erstmals absolut exakt passt und nicht im Mund des Patienten nachgearbeitet werden muss.


Der Freecorder®BlueFox kann somit zur Prophylaxe aber auch zur Diagnostik und Therapie der Volkskrankheit CMD gleichermaßen sinnvoll von Ärzten, Zahnärzten und Zahntechnikern eingesetzt werden. CMD (craniomandibulären Dysfunktion) ist eine Erkrankung des Kausystems, an der  allein in Deutschland ca. 15 bis 20 Millionen Bürger betroffen sind.


FAZIT:


Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der wissenschaftsnahen Transferinfrastruktur werden Unternehmensgründungen im Bereich der Biomedizin auch weiterhin im Fokus der Innovationspolitik stehen. „Aus mehr als 25-jähriger Erfahrung wissen wir, dass funktionierender Innovationstransfer die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist“ so Guido Baranowski, Geschäftsführer des TechnologieZentrumDortmund.

Dortmund, den 04.11.2010

Dienstag, der 14. September 2010
Spatenstich markiert weiteren Ausbau des Lead Discovery Centers im BioMedizinZentrumDortmund
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Spatenstich markiert weiteren Ausbau des Lead Discovery Centers im BioMedizinZentrumDortmund

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Mit einem offiziellen Spatenstich haben die TZ-Invest GmbH und die Lead Discovery Center GmbH (LDC) den symbolischen Bauauftakt für das neue Erweiterungsgebäude des BioMedizinZentrumDortmund (BMZ) begangen.

Ende 2011 wird der Erweiterungsbau an das bereits 14.000 qm umfassende BMZ zusätzliche rund 2.000 qm Labor- und Bürofläche für 120 Arbeitsplätze bieten.

Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und industrieller Arzneimittelentwicklung – dafür steht das 2008 als Tochter der Max-Planck-Innovation GmbH gegründete LDC, dessen Mitarbeiterzahl in den letzten Jahren stetig angestiegen ist. Heute arbeiten und forschen für das LDC über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Campus des BioMedizinZentrumDortmund.

Um den gestiegenen Bedarf an Labor- und Büroflächen langfristig zu decken, wird das LDC zwei Drittel der neu geschaffenen Fläche nach Fertigstellung beziehen. Finanziert wird das Bauvorhaben, das inklusive Erstausstattung ein Gesamtvolumen von 5,5  Mio. € hat, von der TZ-Invest GmbH.

„Wir freuen uns sehr, dass wir hier am Standort BMZ Dortmund die besten Voraussetzungen für unser weiteres, erfolgreiches Wachstum vorfinden. Im neuen Gebäude rücken wir auch ein Stück näher an unsere lokalen Forschungspartner, das Max-Planck-Institut und das zugehörige Chemical Genomics Center, heran, um unsere bisherige Zusammenarbeit noch weiter zu intensivieren“, betont Dr. Bert Klebl, einer der beiden Geschäftsführer des LDC.

„Mit dem Neubau, der genau auf unsere Bedürfnisse abgestimmt ist, können wir unsere Kapazitäten gerade im Bereich der Medizinalchemie deutlich erweitern und so auch der positiven  Entwicklung unserer Projekte und unseres Unternehmens gerecht werden“, fügt Dr. Peter Nussbaumer, Geschäftsführer des LDC, hinzu.

„Gerade vor dem Hintergrund, dass wir für jeden neuen Arbeitsplatz in Dortmund dankbar sind, freut es mich besonders, dass die TZ-Invest GmbH – eine Tochtergesellschaft der TechnologieZentrum-Dortmund GmbH und der DOGEWO GmbH – diese Investition in einen weiteren Bauteil des BioMedizinZentrumDortmund ermöglicht hat“, so Bürgermeister Manfred Sauer in seinem Grußwort.

„Die Weiterentwicklung des BioMedizinZentrumDortmund ist ein wertvoller Baustein zur Ergänzung des biomedizinischen Portofolios. Neben den Standorten Bochum, Essen und Münster kann Dortmund sich weiter als Standort profilieren“, kommentiert Stefan Schreiber, Geschäftsführer der IHK zu Dortmund.

BioMedizinZentrumDortmund GmbH

Das BMZ bietet jungen Unternehmen sowie Start-ups aus den Bereichen Biomedizin, Bioinformatik, Proteomik sowie Biomikrostruktur-technik auf 14.000 qm eine attraktive Infrastruktur, um ihre Ideen und Konzepte umzusetzen. Als Kompetenzzentrum des TechnologieZentrumDortmund unterstützt es den Technologietransfer aus den wissenschaftlichen Einrichtungen der Region und fördert den interdisziplinären Austausch sowie die Zusammenarbeit unterschiedlicher Forschungs- und Entwicklungsbereiche.

Lead Discovery Center GmbH

Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) wurde von Max-Planck-Innovation und der Max-Planck-Gesellschaft gegründet, um das Potenzial exzellenter Grundlagenforschung besser zu nutzen. Das Ziel ist es, aussichtsreiche Forschungsprojekte professionell in die Entwicklung neuer Medikamente zu überführen. Mit einem Team aus erfahrenen Wissenschaftlern, Arzneimittelentwicklern und Projektmanagern bietet das LDC alle Leistungen im Bereich Drug Discovery – vom Target (biologische Zielstruktur) bis zum Lead (chemische Leitstruktur) – gemäß höchsten Industriestandards. Als unabhängiges, kommerziell orientiertes Unternehmen arbeiten wir mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und der Industrie zusammen. Wir nehmen aussichtsreiche Forschungsprojekte in frühen Entwicklungsstadien auf und entwickeln sie gemeinsam weiter zu pharmazeutischen Wirkstoffen, die in Tierstudien bereits den „Proof-of-Concept“ erbringen.