Definition Leitstruktur (Lead)
Das LDC arbeitet auf dem Gebiet chemischer Wirkstoffe. Im Fokus steht dabei der Begriff "Lead" (Leitstruktur):
Ein Lead ist ein gut charakterisierter Vertreter einer definierten chemischen Substanzklasse in der Frühphase der Wirkstoffforschung, der das Potenzial zur weiteren Arzneimittel-Entwicklung besitzt.
In den meisten Fällen stammt ein Lead von einem ursprünglichen "Hit" ab – ein primärer Treffer aus einer biologischen Testreihe mit einem ersten biologischen Effekt, aber ohne detaillierte Charakterisierung. Zudem hat ein Lead bereits initiale Schritte einer medizinalchemischen Optimierung durchlaufen. Für die Nominierung einer Leitstruktur muss ein definiertes Anforderungsprofil erfüllt sein – die sogenannten Lead-Kriterien.
Derzeit gibt es für den Begriff “Lead“ im pharmazeutisch-industriellen Bereich noch keine allgemeingültige Definition, unterschiedliche Kriterien werden angewandt. In Abstimmung mit führenden Industrievertretern hat das LDC die folgenden Lead-Kriterien erarbeitet, die das Produkt aus einem typischen LDC-Projekt charakterisieren.Sie erfüllen strenge Anforderungen und gewährleisten damit die Basis für eine zügige, weitere Optimierung und einen lückenlosen Übergang in die klinische Entwicklung.
LDC Lead-Kriterien
- Proof of Concept: Wirksamkeitsnachweis in einem relevanten therapeutischen oder mechanistischen Tiermodell
- Klarer Wirkmechanismus und ausreichende Potenz und Selektivität
- Klare Struktur-Aktivitätsbeziehung (SAR) und Potenzial zur weiteren Optimierung
- Akzeptable physikochemische, biopharmazeutische und pharmakokinetische Eigenschaften (SPR)
- Klare Strategie zur weiteren Optimierung der Substanz-Eigenschaften in der Lead-Optimierungsphase
- Geistiges Eigentum durch erste Patentanmeldungen gesichert oder klare Strategie zur Erreichung patentfähiger Wirkstoffe


